Call for Contributions

dha2018. empowering researchers

Salzburg, 29.11.–01.12.2018

dha2018.sbg.ac.at

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Call-Ende: 29.06.2018

Digital Humanities modellieren ein neues Setting für die Forschenden: Sie verändern die Wissensumwelt und schaffen zeitgemäße Zugänge für die Forschenden. Digital Humanities unterstützen Forschende, bieten neue Wege für etablierte Methoden, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe am Forschungsdiskurs. Expertenwissen wird dezentriert und demokratisiert. Die Tagung digital humanities austria 2018 möchte ein Forum sein für den Dialog der Fachdisziplinen und deren Digitalisierung. Sie will dazu beitragen, Forschung für die Gesellschaft zugänglicher zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, das Netzwerk zwischen Disziplinen, Forschungsgegenständen und Forschenden zu stärken.

Peter Hinkelmanns; Katharina Zeppezauer-Wachauer; Marlene Ernst

dha2018@sbg.ac.at

Themenschwerpunkte

Geisteswissenschaft stärken: Aufbruch in ein neues Zeitalter der Digitalisierung und Information

Zahlreiche Fragestellungen der Geisteswissenschaften sind ohne den Einsatz von Datenverarbeitung und die Unterstützung durch automatische Verfahren nicht denkbar. Die Digital Humanities erfinden die Geisteswissenschaften nicht neu, sondern erweitern die Möglichkeiten der etablierten Forschung. Digital Humanities-Zentren begleiten Projektprozesse der universitären Forschung von der Antragsphase bis zur Langzeitsicherung. Wie kann man den Wissentransfer befördern? Worin bestehen die Herausforderungen?

Mögliche Fragestellungen

  • Digital Humanities: Ein 'Service' für die Geisteswissenschaften?
  • Repositorien und Methoden zur Verwaltung von Forschungsdaten
  • Ziele und Aufgaben des universitären Fachs Digital Humanities

Gemeinsamkeiten stärken: Datennormierung als Chance

Das Semantic Web und Ontologien haben großes Potential, Forschungsdaten auf internationaler Ebene zu vernetzen. Doch wird der Status quo diesem Anspruch gerecht? Standards und De-facto-Standards wie GND, MARC21, CIDOC CRM oder TEI haben zwar eine große Verbreitung, jedoch überschneiden sich deren Anwendungsbereiche. Gleiches gilt für normierte Entitäten etwa von WikiData, GND oder VIAF. Aus dieser Vielfalt der Modelle und Daten ergeben sich für die Interpretation und Nachnutzung zahlreiche Herausforderungen.

Mögliche Fragestellungen

  • Neue babylonische Sprachverwirrung? Auswege aus dem Labyrinth der Normen.
  • Schwarmintelligenz gegen Expertenwissen. Wer darf normieren?
  • Freiheit und Grenzen der Forschung – deskriptiv oder normativ?

Interdisziplinarität stärken: Vernetzte Forschung, vernetzte Forschende

Trotz des Rufs nach Interdisziplinarität ist die Umsetzung von Projekten noch immer schwierig, wie auch Forschungsausschreibungen der letzten Jahre belegen, die genau dies fördern wollen. Können vernetzte Forschungsdaten dazu führen, dass auch die Forschenden selbst besser interdisziplinär zusammenarbeiten?

Mögliche Fragestellungen

  • Ist die Vernetzung zwischen Daten auch eine Vernetzung der Forschenden?
  • Führt Interdisziplinarität eher zum Minimalkonsens als zu einer besseren Gesamtbetrachtung?
  • Disziplin oder Methode: Wo verorten sich die Digital Humanities selbst?

Kollaboration stärken: Forschung öffnen

Wissenschaftliche Forschung bleibt der Gesellschaft häufig hinter Bibliotheksmauern oder Paywalls verborgen. Können die Digital Humanities durch die Visualisierung und Verfügbarmachung von Forschungsergebnissen eine Brücke zwischen Gesellschaft und Forschung sein? Die Wissenschaft öffnet sich: Citizen Science, Social Media, Co-Creation, Crowdsourcing, Open Innovation und Open Science sind die neuen Schlagworte der Forschung.

Mögliche Fragestellungen

  • Wer profitiert von Citizen Science?
  • Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch den Ruf nach verstärkter Wissenschaftskommunikation?
  • Minenfeld Lizenzen: Open Access vs. Closed Source

Formate

Wir möchten Sie ermutigen, Vorschläge für die interaktiven Formate (Workshop, Roundtable, Fishbowl etc.) einzureichen!

Beiträge können in englischer oder deutscher Sprache eingebracht werden.

Panels

Das Panel soll wichtige Akteure der DH zu einem vorgegeben Thema versammeln und dem Publikum die Chance geben, kontroverse Themen zu diskutieren; Panels sollten nicht ausschließlich aus TeilnehmerInnen eines gemeinsamen Projektes bestehen.

  • Form: max. 5 TeilnehmerInnen, 60’ Panel Diskussion, 30’ Q&A vom Publikum
  • Einreichung: Abstract, max. 2000 Wörter, Vorstellung des Themas und der TeilnehmerInnen

Sessions

Eine Session bietet die Gelegenheit, mehrere Präsentationen zu einem gemeinsamen Oberthema zu bündeln und so intensiver in die Thematik einzusteigen.

  • Form: Jede Session besteht aus drei Einzelvorträgen, die Einreichung erfolgt gemeinsam. Je nach Wunsch auch mit gemeinsamer Abschlussdiskussion.
  • Einreichung: Abstracts, max. 700 Wörter, für jede Präsentation; zusätzlich ein Abstract, max. 500 Wörter, zur Erläuterung der Session

Roundtables/Fishbowls

Roundtables und Fishbowls sollen die Diskussion zwischen den TeilnehmerInnen anregen und dabei das Publikum aktiv integrieren.

  • Form: max. 5 TeilnehmerInnen, 90’ Diskussion
  • Einreichung: Abstract, max. 1000 Wörter, Vorstellung des Themas und der TeilnehmerInnen

Bitte geben Sie die maximale Personenanzahl und etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Workshops

Workshops dienen dem vertiefenden Umgang mit Methoden und Tools und sollen die TeilnehmerInnen unmittelbar mit einbeziehen.

  • Form: 1,5–3h
  • Einreichung: Abstract, max. 1000 Wörter, Vorstellung des Themas und des Workshop-Ablaufs

Bitte geben Sie die maximale Personenanzahl und etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Präsentationen

Präsentationen sollen wissenschaftliche Problemstellungen, Forschungsfragen und -ergebnisse aus dem DH-Fachdiskurs behandeln. Sie werden gegenüber reinen Projektpräsentationen bevorzugt berücksichtigt.

  • Form: 20’ Präsentation und 10’ Diskussion
  • Einreichung: Abstract, max. 700 Wörter

Kurzpräsentationen für das Speed Geeking

Speed Geeking bietet die Möglichkeit, eigene Projekte Interessierten in einer kleinen Gruppe vorzustellen. Während des Speed Geekings können die TeilnehmerInnen ca. acht Präsentationen beiwohnen, wobei die Gesamtgruppe aufgeteilt wird und nach festgelegtem Rhythmus von Tisch zu Tisch wandert.

  • Form: 10’ Präsentation und Diskussion am Tisch
  • Einreichung: Abstract, max. 500 Wörter, gerne begleitend zu einer Postereinreichung

Nach Rücksprache können Speed Geeking-Präsentationen auch gemeinsam als thematischer Block eingereicht werden.

Bitte geben Sie etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Poster

Posters bieten die Möglichkeit, noch nicht abgeschlossene Arbeiten oder Detailergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren

  • Form: A1 bis A0 ausgedruckt (Hochformat; Sonderformate evtl. nach Absprache). Bitte achten Sie auf die Verwendung von Umweltschutzpapier.
  • Einreichung: Abstract, max. 500 Wörter

Wenn Sie ein Tool o.ä. präsentieren möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Einreichung

Die Einreichung erfolgt via ConfTool.

Begutachtung

Die Peer-Review aller Einreichungen wird vom Programmkomitee im Double-Blind-Verfahren durch jeweils zwei GutachterInnen vorgenommen und die Ergebnisse werden in ConfTool hinterlegt.